Innovation

Druckverteilung in Fassaden

Welchen Einfluss übt Wind auf eine teilweise offene Fassade aus? Blitta untersucht dieses Problem gemeinsam mit dem TNO-Institut und Ingenieursbüro DHV.

Hochbau wird in den Niederlanden immer selbstverständlicher. Ende 2010 realisierte Blitta die Fassade für das höchste Hochhaus der Niederlande: das 160 Meter hohe „New Orleans“ in Rotterdam. Aufgrund des vermehrten Hochbaus wird es auch immer wichtiger, Kenntnisse über die Windeinwirkung auf Fassaden zu gewinnen.

Aus diesem Grund startete Blitta in Zusammenarbeit mit dem TNO-Institut (der niederländischen Organisation für angewandte naturwissenschaftliche Forschung) und Ingenieursbüro DHV eine Untersuchung über Druckverteilung und Luftströmungen in offenen Fassadensystemen. Diese Untersuchung umfasst auch eine Reihe von Experimenten und Computermodellen. Man geht davon aus, dass diese Modelle eine gute Alternative zu Windkanalmodellen darstellen und manchmal sogar mehr Informationen vermitteln, beispielsweise über Luftströmungen in Hohlräumen. Mit Baumodellen lassen sich diese nur schwer nachmessen. Da Außenfassaden aus Naturstein immer mehr in Mode geraten, sind Kenntnisse der Windbelastung in Hohlräumen immer wichtiger. Darum ist das „New Orleans“ mit seiner Natursteinfassade ein hervorragendes Untersuchungsobjekt.

Mithilfe der Untersuchungsergebnisse kann Blitta Fassadensysteme hoher Gebäude noch präziser entwerfen und ausführen. Das ist nicht nur aus sicherheits-, sondern auch aus kostentechnischer Hinsicht wichtig. Man geht davon aus, dass mit mehr Fachkenntnissen auch leichtere Fassaden hergestellt werden können.

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