Nachhaltigkeit
DUO-Finanzamt, Groningen
Nachhaltiges Bauen war einer der Hauptausgangspunkte beim Neubau des Bürogebäudes des „Dienst Uitvoering Onderwijs“ (der niederländischen Zentralbehörde für Studieninformation) und des Finanzamtes. Die Maßnahmen konzentrierten sich vor allem auf die Energieeinsparung.
Das Fassadenkonzept mit den horizontalen Rippen verhindert im Sommer das Eindringen von Sonnenlicht (und Wärme) ins Gebäude. Dadurch entsteht auch ein reduzierter Kühlungsbedarf. Im Winter verhält sich dieses Prinzip umgekehrt: Die Sonne steht dann niedriger am Himmel, so dass das Sonnenlicht unter den Rippen hindurch ins Gebäude eindringen kann und so weniger Heizbedarf bewirkt.
Durch eine ausgeklügelte Integration von Installationen in der Bodenkonstruktion sind die Stockwerke nicht so hoch und verfügt das Gebäude insgesamt über weniger Stockwerke, als in der Städtebauplanung vorgesehen war. Aus diesem Grund muss auch nur eine geringere Bürooberfläche beheizt werden.
Betonkernaktivierung reduziert den Energieverbrauch und trägt darüber hinaus zu einem angenehmen Klima und damit zu einem gesunden Gebäude bei.
Über eine Langzeitenergiespeicherung im Boden wird der veränderliche Bedarf an Heizung und Kühlung auf nachhaltige Weise gesteuert.
Dank der gut durchdachten Anordnung von Aufzügen, Installationen und Treppen und dank des Fassadenkonzepts kann das Bürogebäude in der Zukunft auch andere Funktionen - beispielsweise Wohnraum - erhalten.
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