Gerichtsgebäude Zwolle
Das heutige Gericht, ein Entwurf des Architekten Kruger, stammt aus dem Jahre 1964. Bereits Mitte der 1980er Jahre bestand das Bedürfnis nach einer Erweiterung und nach vielen Jahren der Planung fiel Ende 2004 die Entscheidung für einen Erweiterungsbau sowie der Renovierung des Altbaus. Der Entwurf umfasst den Neubau und die Renovierung des Altbaus, wobei Neu- und Altbau nebeneinander angeordnet sind und im Erdgeschoss räumlich miteinander verbunden werden. Im Gegensatz zu dem geschlossenen und nach innen gerichteten Charakter des Altbaus wird der Neubau transparent und offen gestaltet, wobei die öffentlichen Bereiche auf die Umgebung ausgerichtet sind. Die Gebäudeform wird von den Stadtplanungsbestimmungen und -grenzen, sowie der Höhe und sogar Position der Bäume bestimmt. Auf diese Weise wird ein städtebaulicher Zusammenhang geschaffen und es entstehen neue Sichtlinien.
Der Neubau umfasst vier Funktionsebenen: Eine Tiefgarage, die zwei Stockwerke umfasst und an die alte Tiefgarage und an das Erdgeschoss mit Eingangszonen und allgemeinen Funktionsbereichen (Lager, Archiv, Zellen, Vernehmungszimmer und technischer Zentrale) anschließt. Der Eingangsbereich des alten Gebäudes wird mit dem neuen Eingang für die Öffentlichkeit verbunden. Die dritte Ebene umfasst ein doppeltes Stockwerk mit einem Rundlauf (einem öffentlichen Warteraum), Sitzungssälen, Ratskammern und der Bibliothek. Die oberste Ebene umfasst drei Bauschichten mit Büroräumen, die entsprechend der jeweiligen Funktion eine eigene Konstruktion, Installation und Materialanwendung aufweisen.








